Der Lochkreis ist die wichtigste Zahl beim Felgenkauf. Passt er nicht, lässt sich die Felge nicht montieren – daran ändert auch kein Adapter etwas, der eine Eintragung braucht. Hier steht, was die Angabe bedeutet, wo du deine findest und welche Lochkreise die gängigen Marken verwenden.
Was 5x112 bedeutet
Die erste Zahl ist die Anzahl der Radschrauben oder Radbolzen. Die zweite ist der Durchmesser des gedachten Kreises, auf dem diese Löcher liegen, in Millimetern. 5x112 heißt also: fünf Löcher auf einem Kreis von 112 Millimetern.
Schon zwei Millimeter Unterschied sind zu viel. 5x112 und 5x114,3 sehen fast gleich aus, passen aber nicht zusammen. Wer es erzwingt, zentriert das Rad nicht mehr sauber und riskiert, dass sich die Verschraubung löst.
Wo du deinen Lochkreis findest
- Am einfachsten: Nutze die Fahrzeugsuche. Sie nennt dir den Lochkreis deines Fahrzeugs und zeigt nur Felgen, die unser Lieferant dafür listet.
- Im Zulassungsschein: Die zugelassenen Rad-Reifen-Kombinationen stehen in den Feldern zu Rädern und Reifen.
- An der alten Felge: Auf der Rückseite ist die Größe oft eingeprägt, zum Beispiel „7Jx16 ET50 5x112“.
- Selbst messen: Bei vier Löchern misst du von Lochmitte zu Lochmitte gegenüber. Bei fünf Löchern geht das nicht direkt, dort misst du von einer Lochmitte zur übernächsten und rechnest den Wert mal 1,051.
Gängige Lochkreise nach Automarke
Die folgende Übersicht stammt aus den Fahrzeugdaten unseres Lieferanten. Sie ist ein Anhaltspunkt, keine Garantie: Innerhalb einer Marke unterscheiden sich Baureihen, und gerade bei älteren Modellen gibt es Ausnahmen. Verlass dich deshalb auf die Fahrzeugauswahl oder deinen Zulassungsschein.
| Marke | Häufigster Lochkreis | Weitere |
|---|---|---|
| Volkswagen | 5x112 | 4x100, 5x100 |
| Audi | 5x112 | 4x108, 5x100 |
| BMW | 5x120 | 5x112 bei neueren Modellen |
| Mercedes | 5x112 | 5x130 bei der G-Klasse, 6x130 beim Sprinter |
| Skoda | 5x112 | 5x100, 4x100 |
| Seat und Cupra | 5x112 | 5x100, 4x100 |
| Opel | 4x100 | 5x110, 5x115 |
| Ford | 4x108 | 5x108, 5x114,3 |
| Renault und Dacia | 4x100 | 5x114,3, 5x108 |
| Peugeot und Citroën | 4x108 | 5x108 |
| Toyota | 5x114,3 | 4x100, 5x100 |
| Mazda | 5x114,3 | 4x100 |
| Hyundai und Kia | 5x114,3 | 4x100, 4x114,3 |
| Nissan | 5x114,3 | 4x100 |
| Honda | 5x114,3 | 4x100 |
| Fiat | 4x98 | 5x98, 5x108 |
| Volvo | 5x108 | 5x120 |
| Porsche | 5x130 | 5x112 bei neueren Modellen |
| Tesla | 5x114,3 bei Model 3 und Y | 5x120 bei Model S und X |
| Jeep | 5x127 | 5x110, 5x114,3 |
Lochkreis allein reicht nicht
Damit eine Felge wirklich passt, müssen vier Dinge stimmen: Lochkreis, Durchmesser in Zoll, Einpresstiefe und Felgenbreite. Dazu kommt die Nabenbohrung, die sich mit einem Zentrierring anpassen lässt. Mehr dazu steht im Ratgeber zur Einpresstiefe.
Die Fahrzeugsuche zeigt dir nur Felgen, die unser Lieferant für dein Fahrzeug listet. Sie gleicht dabei Lochkreis, Zoll, Einpresstiefe und Breite mit den Größen ab, die für dein Fahrzeug gelistet sind. Die Nabenbohrung berücksichtigt sie, soweit sie für Felge und Fahrzeug vorliegt: Größen mit zu kleiner Bohrung blendet sie aus, bei größerer Bohrung brauchst du Zentrierringe. Die Liste ist ein Hinweis des Lieferanten, keine Freigabe und kein Gutachten.